Andi Baumann: Japow in Japan - all i need. Schweiz
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Andi Baumann: Japow in Japan Andi Baumann: Japow in Japan all i need. Sports Brand Ambassador Andi Baumann
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all i need. Sports Brand Ambassador Andi Baumann war für fast zwei Monate in Niseko in Hokkaido, der Nordinsel Japans. Uns hat er erzählt, wie sich Splitboarden im Tiefschnee anfühlt und man bei fast minus 30 Grad ein Lagerfeuer macht.

Hallo Andi! Du bist erst vor Kurzem von deiner Tour aus Hokkaido, der Nordinsel Japans, zurückgekehrt. Wie geht es dir?

Andi: Sehr gut! Ich war davor bereits zwei Mal dort. Genauer gesagt als Snowboard Guide in Niseko, einer der schneereichsten Regionen im Land.

Was war denn dein persönlicher all i need. Moment der Reise?

Andi: Mein Highlight waren sicherlich die Splitboard Touren, auf denen mich auch Freunde begleitet haben. Wir hatten meist superleichten Powder. Das war für mich der besondere all i need. Moment: die Leute so happy im Schnee fahren zu sehen.

Splitboarden ist ja derzeit ein enormer Hype. How come?

Andi: Ich glaube, die Menschen wollen wieder weg vom Massentourismus und die Zeit bewusster in der Natur verbringen. Sie wollen neue Lines finden und in Ruhe freeriden. Das ist natürlich für mich sehr attraktiv, denn du findest immer neue Gegenden, in denen du noch nicht warst – obwohl diese praktisch vor deiner Haustüre liegen. Das zieht viele Leute an. Wenn man am Gipfel steht und die Line vor sich hat, ist das natürlich ein besonderes Erfolgserlebnis.

Und ihr wart auch mit dem Catski unterwegs.

Andi: Ja, so konnten wir leichter ins Gelände kommen und verschiedene Orte in der Area anfahren. Obwohl der Catski aus dem vorigen Jahrhundert stammen musste: da drinnen hat es mehr gewackelt wie bei einer Achterbahnfahrt. Genau an dem Tag hat der Cat dann auch den Geist aufgegeben.

Und das bei minus 27 Grad.

Andi: Der Tag davor war der kälteste Tag in Hokkaido seit 80 Jahren. Ich hätte mir niemals gedacht, dass ich das einmal sagen werde, aber: an dem Tag lag sogar für mich zu viel Schnee. Es war so kalt, selbst die Felle auf meinem Splitboard haben nicht gehalten. Zum Wärmen haben wir uns dann ein Lagerfeuer gemacht …

Bei diesen Temperaturen?

Andi: Die Luft ist so trocken, dass auch die Baumrinde komplett vertrocknet ist. Man muss sie dann nur mehr runterreißen und anzünden. Das funktioniert super. Ich hätte sonst nie die Felle für mein Splitboard trocken bekommen.

Am Abend habt ihr euch auf Hokkaido in einem der Onsen aufwärmen können. Was ist das genau?

Andi: Hier handelt es sich um Becken mit Bio-Thermalwasser, die zwischen 38 und 45 Grad haben. Naturbelassen riechen sie extrem nach Schwefel, daher leitet man das Wasser meist in Badehäuser ein. Dort wird das Wasser noch mit natürlichen Mineralien versetzt. Das hilft etwa extrem bei Muskelkater. In Niseko gibt es viele Onsen – nach einem Tag am Snowboard natürlich ideal.

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Wie kommt man als österreichischer Snowboarder eigentlich zu einer Tour in Japan?

Andi: Bei einem Roadtrip mit meiner Freundin durch Neuseeland vor einigen Jahren haben wir verschiedene Gebiete mit dem Snowboard erkundet. Wir haben dort eine Tour gebucht und den Chef kennengelernt. Er fand es interessant, dass wir aus Österreich kommen, denn er hat jemanden für eine Tour hier gesucht. Nur ein paar Monate später kam dann das Angebot, ob ich für ihn nicht als Guide in Japan arbeiten will.

Wie passen für dich japanisches Essen und all i need. zusammen?

Andi: Ich denke, sehr gut. Vor allem auch deshalb, weil es in Japan eine gute Teekultur gibt. Und natürliche Produkte wie Reis und Fisch meiner Meinung nach ebenfalls perfekt zu all i need. passen.

Danke Andi für das Interview!

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